VERBAND

Herzlich willkommen

Wir vom Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. (BVjA) haben seit 1987 das Bestreben, Autorinnen und Autoren jeden Alters durch Informationen und Kontakte den Weg ins Literaturgeschäft zu erleichtern. Dazu gehören Publikationen wie die Literaturzeitschrift “Konzepte”, das Literaturmagazin “Lima” und das Mitgliedermagazin “Qwertz” ebenso wie die Organisation von Autorentreffen, Seminaren, Lesungen, Verlagsspeeddatings und Vorträgen u.v.m. Unser Ziel ist es, arrivierter und aufstrebender deutschsprachiger Literatur Wege zu ebnen.

Der Verband engagiert sich für die Interessen der jungen Autorinnen und Autoren. „Jung“ hat nach unserer Definition nichts mit dem Lebensalter zu tun, sondern mit der Eigenschaft als Autor. Bei uns lernen alle Generationen voneinander: Jung von Alt und Alt von Jung. Ziel ist es, einen selbstbewusstem Berufsstand zu schaffen. Der Verband misst sich in öffentliche Debatten ein und unterstützt junge Autorinnen und Autoren, um sie in den Literaturbetrieb einzuführen.

Tatjana Flade – Geschäftsführerin
studierte Osteuropäische Geschichte, Slavistik und Politikwissenschaft in Bonn und Paris und arbeitet nach Stationen bei einer Tageszeitung, einer Nachrichtenagentur sowie in St. Petersburg (Russland) als freiberufliche Journalistin mit dem Schwerpunkt Sport. Sie lebt in Bonn, schreibt in den Genres Fantasy, Jugendbuch und Krimi. Seit der Schulzeit ist sie Mitglied im BVjA, aktuell Geschäftsführerin des Verbandes und Chefredakteurin der Mitgliederzeitschrift Qwertz.

Tobias Kiwitt – Vorstandssprecher
geboren 1979, schreibt Sach- und Fachbücher, sowie Romane und Kurzgeschichten. Tobias Kiwitt vertritt seit Jahren als Rechtsanwalt vorwiegend medizingeschädigte Patienten und ist darüber hinaus auf das Urheber- und Medienrecht spezialisiert. Er vertritt anwaltlich ausschließlich die Interessen der Urheber. Er ist Mitglied im BVjA als Student im Jahre 2000 geworden und zum Vorstandsmitglied im Jahre 2007 gewählt worden. Seit März 2008 ist er Vorstandssprecher des BVjA. Er ist Begründer des “Aktionsbündnis für faire Verlage” (Fairlag) und engagiert sich für ein faires Verlagswesen. Neben der Literatur und der Arbeit mit jungen Autoren ist seine Leidenschaft die Arbeit für Amnesty International.

Aufgabenbereich: Vertretung des Vereins, Pressekontakt, Koordination der Fairlags-Arbeit, Pressearbeit, Justiziariat, Organisation von Messen und Seminaren

Martin Halotta – Stellvertretender Vorstandssprecher
Martin Halotta, geb. 1978 in Katowice / Polen. Autor, Redakteur, Blogger, Büromensch.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Prag, seit 1982 in Deutschland. Studium der Sozialwissenschaft in Bochum. Studium der chinesischen Sprache in Shanghai. Dort mehr als ein Jahr beheimatet gewesen. Seit 2006 wieder in Deutschland. Seit 2010 BVjA-Vorstandsmitglied. Seit 2012 stellvertretender Sprecher. Redaktionsmitglied der BVjA-Verbandszeitschrift „QWERTZ“. Mitorganisator des Selma Meerbaum-Eisinger Literaturwettbewerbs. Vertreter des BVjA im Aktionsbündnis Fairlag. Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien. Seit 2009 Mitglied der Düsseldorfer Autorengruppe DKdenz. 2012 Initiator des Autorenkollektivs 30/60 und Mitglied der Künstlergemeinschaft Imagine it’s art. 2014 Mitglied der Jury des Unknown-Buchpreises.

Mehr zu Martin Halotta unter: www.martinhalotta.de

Aufgabenbereich: Organisation von Literaturwettbewerben, Fairlag-Arbeit, Mitgliederbetreuung

Nikodem Skrobisz – Vorstandsmitglied für Digitalisierung
geboren 1999, schreibt philosophische Romane und Kurzgeschichten in den Genre Science-Fiction, Horror und Gegenwartsliteratur, aber auch Artikel und Essays für diverse Publikationen. Er ist vor allem unter dem Pseudonym Leveret Pale bekannt, unter dem bereits mehrere Romane, Sachbücher und Anthologien erschienen. Zurzeit studiert er Kommunikationswissenschaft und Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Webseite: https://leveret-pale.de/
Instagram:
https://www.instagram.com/leveret_pale/

Aufgabenbereich: Selfpublishing-Themen und Digitalisierung

Ute Bareiss – Vorstandsmitglied für Seminare

Die Autorin und Weltumseglerin Ute Bareiss schreibt Reiseberichte und die fesselnde Thriller-Reihe um den Meeresbiologen Alex Martin, die an den von ihr erforschten Schauplätzen spielt, wie Mittelmeer, Thailand, Rotes Meer und Karibik. Auch für die neue Borneo-Thriller-Reihe um den Juristen David Kepler verbrachte sie einige Zeit vor Ort. Im Hintergrund stehen brisante Themen um Politik und Umwelt. Im Ehrenamt engagiert sich die Autorin für die Fortbildung in Autorenverbänden, wie dem BVjA, den Mörderischen Schwestern und dem Syndikat, sowie dem Tauchverband und Umweltverbänden.

Ich engagiere mich beim BVjA, da mir die Aus- und Weiterbildung und das Netzwerken der Autoren am Herzen liegt.“
Webseite:
www.ute-bareiss.de
Facebook:
https://www.facebook.com/ute.bareiss.autorin
Instagram:
https://www.instagram.com/ute.bareiss.autorin/
Twitter: @Ute_Bareiss

Aufgabenbereich: Organisation von Fortbildungen, Mentoring-Programm

Sabrina Reulecke (Autorenname Brina Stein) – Vorstandsmitglied für Kommunikation und Marketing, Referentin für Regionalgruppenkoordination
geboren 1970 in Berlin ist Autorin, Kreuzfahrtexpertin, Bloggerin und Kreativmensch.
Sie debütierte 2013 und ist seitdem auch Mitglied im BVjA. Mittlerweile erschienen von ihr neun Bücher in unterschiedlichen Verlagen. Dem Vorstandskreis gehört sie seit 2015 an. Brina leitet die Regionalgruppe BVjA Stammtisch Taunus und koordiniert die Regionalgruppen bundesweit. Für den BVjA betreut sie den Twitter-Account, die BVjA-Facebookseite und hat auch immer ein Auge auf unsere BVjA Facebookgruppe. Außerdem unterstützt sie in der Planung und Durchführung von Buchmessen den BVjA-Stand und hat einen großen Teil der Mitgliederbücher dafür in ihrem Lager.

 

Einige frühere Vorstandssprecher und Vorstände des BVjA:

Olaf Alp (Gründungssprecher), Stefan Sprang, Thomas Stichtenoth, Christine Langer, Heike Prassel, Alexander Brehm

Der BVjA ist offen für Kooperationen mit anderen Verbänden und Institutionen aus dem Bereich der Literatur. Wir kooperieren eng mit dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di, mit IG Autorinnen Autoren und dem AdS.

Zudem kooperieren wir im Netzwerk Autorenrechte eng mit den bedeutendsten weiteren deutschen Autorenvereinen.

Text

Auf über dreißig Jahre Historie blickt der BVjA zurück. Das ist eine lange Zeit und ist keine lange Zeit. Vieles hat sich verändert und einiges ist gleich geblieben. Mitglieder, Vorstandssprecher, ehrenamtlich Aktive sind gekommen und gegangen. Für manche ist Schreiben nur eine Phase in ihrem Leben, die sie irgendwann abschließen, während es für andere eine lebenslange Passion wird.

1987 als einzige Interessenvertretung speziell junger AutorInnen gegründet

Der BVjA hat seine Gründungsgeschichte in der blühenden Zeit der Jugendpresse in den 1980er Jahren. Der Verein ist aus der Deutschen Jugendpresse heraus hervorgegangen, innerhalb derer sich im Jahre 1985 der Bundesring Junger Autoren unter ihrem damaligen Vorsitz von Olaf Alp gründete.

1987 gliederten sich die Autoren aus der Jugendpresse aus. Es war die Geburtsstunde des BVjA, der als Nachfolgeverband des Bundesring Junger Autoren gegründet wurde und in seiner Form wohl die einzige Interessenvertretung speziell für junge AutorInnen europaweit ist. Der BVjA war damals und ist bis heute die einzige Vertretung explizit für junge AutorInnen, da Schriftstellerverbände wie der VS eigenständige Veröffentlichungen als Aufnahmekriterium vorsehen. Insoweit sieht sich der BVjA auch nicht als Konkurrenz zu etablierten Schriftstellerverbänden, sondern als Ergänzung im Sinne einer Nachwuchsorganisation für die Schriftstellergeneration von morgen. Innerhalb von wenigen Jahren wuchs der Verband auf 700 Mitglieder an.

Schon in den Gründungsjahren des BVjA wurden noch Gedichtbände junger LyrikerInnen gedruckt und zwar jede Menge. Der BVjA gab etwa eine Anthologie mit junger Lyrik beim Goldmann Verlag heraus, für das die Schriftstellerin Luise Rinser das Vorwort schrieb. Angesichts der heutigen Situation auf dem Buchmarkt erscheint dies heute mitunter fast schon als eine Utopie. Die Konzentrierung des deutschen Buchmarktes ist eine der Herausforderungen, die sich junge AutorInnen heute stellen müssen.

Ursprünglich galt – noch in Anlehnung an die gemeinsame Geschichte mit der Deutschen Jugendpresse – im Verband eine Altersgrenze von 35 Jahren für die aktive Mitgliedschaft. Mit dem Wegfall der Möglichkeit von Zuschüssen aus dem Bundesjugendministerium beschloss der BVjA den Wegfall dieser Altersgrenze. Der BVjA wollte sich mehr für alle Autoren öffnen, auch die, die älter als 35 Jahre sind, später mit dem Schreiben begonnen haben und sich dennoch mit Fug und Recht als junge Autoren bezeichnen dürfen.

Seminare, bei denen nächtelang Texte diskutiert wurden, Auftritte auf der Buchmesse mit den Gewinnern eines vom BVjA ausgeschriebenen Wettbewerbs, Seminare, Lesungen auf der Mainzer Minipressemesse, Aktionen mit dem überaus erfolgreichen „Literatur-o-mat“, einem umfunktionierten Zigarettenautomaten, aus dem man sich kurze Texte ziehen konnte – das alles sind Stationen auf dem langen Weg des Verbandes.

Seit 2985 erscheint „Konzepte“, eine bundesweit anerkannte Literaturzeitschrift, die neben Texten literarischer Größen auch die von Nachwuchsschriftstellern vereint. Texte der Mitglieder gab es früher schon im „Fliesstext“ zu lesen und nun schon seit etwa zwanzig Jahren im „Literarischen Magazin“ (LiMa). Über die Entwicklungen in der Branche auf dem Laufenden hält das BVjA-Mitgliedermagazin „Qwertz“, das einst in den Gründerjahren des BVjA unter dem Namen “Schublade” gegründet worden ist. Das BVjA-Mitgliedermagazin ging später in der von Titus Müller gegründeten „Federwelt“ auf, bevor es sich daraus (im Jahre 2005) wieder löste und heute seinen Namen von der mitteleuropäischen Qwertz-Tastaturbelegung ableitet (seit dem Jahre 2011) .

Verlagsspeeddating Meet & Greet und Seminare

Der BVjA veranstaltet alljährlich mit der Leipziger Buchmesse das Verlagsspeeddating „Meet & Greet zwischen Autor und Verlag/Literaturagentur“ und vermittelt auf diese Weise jährlich etwa 20 Autorenverträge.

Die Veranstaltung von Fortbildungsseminaren gehören ebenfalls zum festen Bestandteil des Vereins. Jährlich findet zur Frankfurter Buchmesse das Buchmesseseminar statt. Ferner werden in verschiedenen Städten weitere Seminare ausgerichtet.

Wortführerschaft für faire Verlagsbedingungen (Fairlag)

Der BVjA versteht sich seit seiner Gründung auch als politischer Verband, der sich unabhängig für die Interessen von AutorInnen engagiert. Mit den Jahren wurde der BVjA zusehends mit der Zunahme von Missständen in Teilen der „Verlagsbranche“ konfrontiert. Bereits im Jahre 1997 veröffentlichte der BVjA eine aufklärende und in der Literaturbranche noch heute oft angeführte Broschüre zum Thema „Druckkostenzuschussverlage – Fallen im Literaturbetrieb“, worin Einschüchterungs- und Erpressungsversuche einzelner Druckkosten- und Pseudoverlage gegenüber unerfahrenen Autoren aufgedeckt wurden. Im Jahre 2008 hat der BVjA gemeinsam mit den Schriftstellerverbänden Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), IG Autorinnen und Autorenen (Österreich) und AdS (Schweiz) mit der Gründung des „Aktionsbündnis für faire Verlage (Fairlag)“ die Wortführerschaft gegen unseriöse Unternehmen übernommen, die als Druckkostenzuschuss- und Pseudoverlage bekannt sind und denen der Ruf anheim steht, als „Gelddruckmaschine auf den Rücken von Autoren“ das unternehmerische Risiko auf (junge) Autoren abzuwälzen.

Dies stieß auf sehr viel Gegenwehr von Teilen der Pseudoverlage. So fiel ein Pseudoverlagsunternehmen mit übelsten Abmahnversuchen und Diffamierungskampagnen zu Lasten von ehrenamtlich Engagierten auf. Der BVjA erwirkte gerichtliche Unterlassungsansprüche und Schmerzensgeldzahlungen gegen den Pseudoverlag.

Im selben Jahr machte der BVjA darauf aufmerksam, dass ein Frankfurter Pseudoverlagsunternehmen Autoren wie Ralph Giordano, Joachim Sartorius und Alfred Grosser bei der Herausgabe einer Goethe-Anthologie getäuscht hatten. Der Verband klärt über Missstände in der Verlagsbranche auf und warnt ausdrücklich vor Pseudo- und Druckkostenzuschussverlagen.

Der BVjA versteht sich explizit als der Treffpunkt arrivierter und aufstrebender Autorinnen und Autoren und fördert die Kommunikation zwischen allen Schreibenden. Er tritt als Vertreter der Interessen junger Autorinnen und Autoren gegenüber Politik, Wirtschaft und Verlagen auf und engagiert sich im Netzwerk Autorenrechte (www.netzwerk-autorenrechte.de).