BVjA e.V.

Auf über 30 Jahre Geschichte…​

… blickt der BVjA zurück. Viel ist passiert, hier erfährst du mehr.

Der BVjA hat seine Gründungsgeschichte in der blühenden Zeit der Jugendpresse in den 1980er Jahren. Der Verein ist aus der Deutschen Jugendpresse heraus hervorgegangen, innerhalb derer sich im Jahre 1985 der Bundesring Junger Autoren (als Vorgängerverein des BVjA) unter ihrem damaligen Vorsitz von Olaf Alp gründete.
1987 als einzige bundesweite Interessenvertretung speziell junger Autor*innen gegründet

1987 gliederten sich die Autor*innen aus der Jugendpresse aus. Es war die Geburtsstunde des BVjA, der als Nachfolgeverband des Bundesring Junger Autoren gegründet wurde und in seiner Form wohl die einzige Interessenvertretung speziell für junge AutorInnen europaweit ist. Der BVjA war damals und ist bis heute die einzige Vertretung explizit für junge AutorInnen, da Schriftstellerverbände wie der VS eigenständige Veröffentlichungen als Aufnahmekriterium vorsehen. Insoweit sieht sich der BVjA auch nicht als Konkurrenz zu etablierten Schriftstellerverbänden, sondern als Ergänzung im Sinne einer Nachwuchsorganisation für die Schriftstellergeneration von morgen. Innerhalb von wenigen Jahren wuchs der Verband auf 700 Mitglieder an.

„Der BVjA wollte sich mehr für alle Autoren öffnen, auch die, die älter als 35 Jahre sind, später mit dem Schreiben begonnen haben und sich dennoch mit Fug und Recht als junge Autoren bezeichnen dürfen.“

Schon in den Gründungsjahren des BVjA wurden noch Gedichtbände junger LyrikerInnen gedruckt und zwar jede Menge. Der BVjA gab etwa eine Anthologie mit junger Lyrik beim Goldmann Verlag heraus, für das die Schriftstellerin Luise Rinser das Vorwort schrieb. Angesichts der heutigen Situation auf dem Buchmarkt erscheint dies heute mitunter fast schon als eine Utopie. Die Konzentrierung des deutschen Buchmarktes ist eine der Herausforderungen, die sich junge AutorInnen heute stellen müssen.

Ursprünglich galt – noch in Anlehnung an die gemeinsame Geschichte mit der Deutschen Jugendpresse – im Verband eine Altersgrenze von 35 Jahren für die aktive Mitgliedschaft. Mit dem Wegfall der Möglichkeit von Zuschüssen aus dem Bundesjugendministerium beschloss der BVjA den Wegfall dieser Altersgrenze. Der BVjA wollte sich mehr für alle Autoren öffnen, auch die, die älter als 35 Jahre sind, später mit dem Schreiben begonnen haben und sich dennoch mit Fug und Recht als junge Autoren bezeichnen dürfen.
Seminare, bei denen nächtelang Texte diskutiert wurden, Auftritte auf der Buchmesse mit den Gewinnern eines vom BVjA ausgeschriebenen Wettbewerbs, Seminare, Lesungen auf der Mainzer Minipressemesse, Aktionen mit dem überaus erfolgreichen „Literatur-o-mat“, einem umfunktionierten Zigarettenautomaten, aus dem man sich kurze Texte ziehen konnte – das alles sind Stationen auf dem langen Weg des Verbandes.

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Literatur und Publikationen für JungautorInnen

Seit 1985 erscheint „Konzepte“, eine bundesweit anerkannte Literaturzeitschrift, die neben Texten literarischer Größen auch die von Nachwuchsschriftstellern vereint. Texte der Mitglieder gab es früher schon im „Fliesstext“ zu lesen und nun schon seit etwa zwanzig Jahren im „Literarischen Magazin“ (LiMa). Über die Entwicklungen in der Branche auf dem Laufenden hält das BVjA-Mitgliedermagazin „Qwertz“, das einst in den Gründerjahren des BVjA unter dem Namen “Schublade” gegründet worden ist. Das BVjA-Mitgliedermagazin ging später in der von Titus Müller gegründeten „Federwelt“ auf, bevor es sich daraus (im Jahre 2005) wieder löste und heute seinen Namen von der mitteleuropäischen Qwertz-Tastaturbelegung ableitet (seit dem Jahre 2011) .

Seit 1985 erscheint „Konzepte“, eine bundesweit anerkannte Literaturzeitschrift, die neben Texten literarischer Größen auch die von Nachwuchsschriftstellern vereint. Texte der Mitglieder gab es früher schon im „Fliesstext“ zu lesen und nun schon seit etwa zwanzig Jahren im „Literarischen Magazin“ (LiMa). Über die Entwicklungen in der Branche auf dem Laufenden hält das BVjA-Mitgliedermagazin „Qwertz“, das einst in den Gründerjahren des BVjA unter dem Namen “Schublade” gegründet worden ist. Das BVjA-Mitgliedermagazin ging später in der von Titus Müller gegründeten „Federwelt“ auf, bevor es sich daraus (im Jahre 2005) wieder löste und heute seinen Namen von der mitteleuropäischen Qwertz-Tastaturbelegung ableitet (seit dem Jahre 2011) .

das größte deutschsprachige Verlags- speeddating...

… veranstaltet der BVjA alljährlich mit der Leipziger  Buchmesse. Das sogenannte „Meet & Greet zwischen AutorIn und Verlag/Literaturagentur“ vermittelt auf diese Weise jährlich etwa 20 Autorenverträge.

Veranstaltung wie Fortbildungsseminaren gehören ebenfalls zum festen Bestandteil des Vereins. Jährlich findet zur Frankfurter Buchmesse das Buchmesseseminar statt. Ferner werden in verschiedenen Städten weitere Seminare ausgerichtet

Wortführerschaft für faire Verlagsbedingungen (Fairlag)

Der BVjA versteht sich seit seiner Gründung auch als politischer Verband, der sich unabhängig für die Interessen von AutorInnen engagiert. Mit den Jahren wurde der BVjA zusehends mit der Zunahme von Missständen in Teilen der „Verlagsbranche“ konfrontiert. Bereits im Jahre 1997 veröffentlichte der BVjA eine aufklärende und in der Literaturbranche noch heute oft angeführte Broschüre zum Thema „Druckkostenzuschussverlage – Fallen im Literaturbetrieb“, worin Einschüchterungs- und Erpressungsversuche einzelner Druckkosten- und Pseudoverlage gegenüber unerfahrenen Autoren aufgedeckt wurden.

„Der Verband klärt über Missstände in der Verlagsbranche auf und warnt ausdrücklich vor Pseudo- und Druckkostenzuschussverlagen.“

Mehr Infos unter: www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com

Im Jahre 2008 hat der BVjA gemeinsam mit den Schriftstellerverbänden Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), IG Autorinnen und Autorenen (Österreich) und AdS (Schweiz) mit der Gründung des „Aktionsbündnis für faire Verlage (Fairlag)“ (www.fairlag.info) die Wortführerschaft gegen unseriöse Unternehmen übernommen, die als Druckkostenzuschuss- und Pseudoverlage bekannt sind und denen der Ruf anheim steht, als „Gelddruckmaschine auf den Rücken von Autoren“ das unternehmerische Risiko auf (junge) Autoren abzuwälzen.

Dies stieß auf sehr viel Gegenwehr von Teilen der Pseudoverlage. So fiel ein Pseudoverlagsunternehmen mit übelsten Abmahnversuchen und Diffamierungskampagnen zu Lasten von ehrenamtlich Engagierten auf. Der BVjA erwirkte gerichtliche Unterlassungsansprüche und Schmerzensgeldzahlungen gegen den Pseudoverlag.

Im selben Jahr machte der BVjA darauf aufmerksam, dass ein Frankfurter Pseudoverlagsunternehmen Autoren wie Ralph Giordano, Joachim Sartorius und Alfred Grosser bei der Herausgabe einer Goethe-Anthologie getäuscht hatten. Der Verband klärt über Missstände in der Verlagsbranche auf und warnt ausdrücklich vor Pseudo- und Druckkostenzuschussverlagen.

Der BVjA versteht sich explizit als der Treffpunkt arrivierter und aufstrebender Autorinnen und Autoren und fördert die Kommunikation zwischen allen Schreibenden. Er tritt als Vertreter der Interessen junger Autorinnen und Autoren gegenüber Politik, Wirtschaft und Verlagen auf und engagiert sich im Netzwerk Autorenrechte.

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